Wintergarten als Wohnraumerweiterung

Definition

Ein nachträglich erbauter Wintergarten kann die Wohnfläche erheblich vergrößern und sorgt zugleich für ein völlig neues Lebensgefühl. Um einen nahtlosen Übergang vom Haus bzw. Wohnzimmer in den Wintergarten zu ermöglichen, wird der Wintergarten meist als Anbau in Form eines Anlehnwintergartens realisiert. Beim Bau eines neuen Hauses wird der Wintergarten von vornherein als Wohnraumerweiterung eingeplant und vom Architekten in die Gesamtplanung des Gebäudes einbezogen.

Vorteile einer Wintergarten-Wohnraumerweiterung

Wird ein Wintergarten als Wohnraum genutzt, genießen seine Besitzer ein ganz besonderes Gefühl des Wohnens. So bietet ein ganzjährig nutzbarer Wohnwintergarten die Möglichkeit, auch in der kalten Jahreszeit der Natur ganz nah zu sein. Auf der Couch oder dem Sessel ein gutes Buch zu lesen, zu entspannen und den Blick in den Garten schweifen zu lassen, schafft Auszeiten vom Alltag und fördert dadurch das Wohlbefinden.

Darüber hinaus schafft ein Wintergarten, der als Wohnfläche genutzt wird, individuelle Nutzungsmöglichkeiten, die unter Umständen im Wohnhaus nicht gegeben sind. So kann ein gut temperierter Wintergarten beispielsweise als Arbeitszimmer genutzt werden, oder die Küche in den Wintergarten integriert werden. Ebenso können bestimmte Festlichkeiten aus dem Wohnzimmer ausgelagert werden; sei es der Kindergeburtstag, das gemütliche Essen mit Freunden oder die Gartenparty an kühleren Tagen.

 

Wintergarten als Wohnraumerweiterung: Warmer Wintergarten vs. Sommergarten

Wer seinen Wintergarten als Wohnraum nutzen möchte, benötigt ganz klar einen beheizten Wintergarten, der auch an den Abenden oder im Herbst und Winter eine angenehme Temperatur besitzt. Neben der Beheizung empfiehlt sich bei ganzjähriger Nutzung eine effektive Beschattung und eine automatische Wintergarten-Steuerung. Die gestalterische Umsetzung ist möglich als viktorianischer Wintergarten, moderner Wintergarten oder als Glashaus.

Dagegen wird ein Sommergarten oder auch kalter Wintergarten ohne Heizung meist nachträglich auf der Terrasse oder dem Balkon errichtet und lässt sich nur im Sommer aktiv nutzen. In der kalten Jahreszeit dient er zur Überwinterung der Pflanzen oder zum Schutz der Gartenmöbel vor Wind und Wetter.

 

Wohnraumerweiterung Wintergarten: Wie sieht es mit der Baugenehmigung aus?

Die Errichtung, die Änderung bzw. Nutzungsänderung und der Abbruch baulicher Anlagen erfordern grundsätzlich eine Baugenehmigung. Dies gilt auch für einen Wintergarten, der als Wohnraumerweiterung genutzt und nachträglich angebaut wird. In vielen Fällen übernimmt hier der beauftragte Wintergartenhersteller die Formalitäten.

Wird der Wohnwintergarten von vornherein als zusätzlicher Wohnraum eingeplant – zum Beispiel bei einem Neubau – ist die behördliche Erlaubnis für eine Errichtung in der Baugenehmigung für das gesamte Haus enthalten.

Ansprechpartner für die Erteilung einer Wintergarten-Baugenehmigung ist das zuständige Bauamt, das in nahezu jeder größeren Gemeinde vertreten ist. Dabei unterscheiden sich die jeweiligen Vorschriften von Bundesland zu Bundesland und sind in der jeweiligen Landesbauordnung festgelegt.

Voraussetzungen für die Wohnraumerweiterung durch einen Wintergarten

Neben den jeweiligen Landesbauordnungen und Gemeindevorschriften müssen auch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) befolgt werden. So sind für einen Wohn-Wintergarten spezielle U-Werte, d. h. eine bestimmte Energieeffizienz, vorgegeben, die durch das effektive Zusammenspiel von Heizung, Beschattung und Steuerung zu erreichen sind. Wird der Wintergarten durch einen erfahrenen Wintergartenfachbetrieb realisiert, wird Sie dieser umfassend über mögliche Systeme der Heizung, Beschattung und Belüftung informieren und gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung für Ihren Wintergarten ermitteln.

 

Verglasung

Durch die nahezu vollständige Verglasung unterliegt der Wintergarten großen Temperaturschwankungen. So kommt es bei längerer Sonneneinstrahlung zum sogenannten Glashauseffekt, d. h. einer starken Aufheizung des Wintergartens. Im Gegensatz zum Wohnzimmer, bei dem das Licht nur durch die Fenster fällt, erlauben ein Wintergarten oder ein Glashaus einen großflächigen Lichteinfall, der von den inneren Wänden absorbiert wird und den Raum aufheizt. Umgekehrt sorgt die große Glasfläche in den Wintermonaten dafür, dass der Wintergärten stärker auskühlt als die restlichen Räume.

Damit der Wintergarten als vollwertiger Wohnraum genutzt werden kann, spielt also die Wahl des richtigen Glases eine große Rolle. Dieses sollte im Sommer weitgehend vor Hitze schützen und als Kältepuffer im Winter fungieren. Bei neuen Wintergärten wird für Fenster, Glas-Faltwände und Türen meist eine Dreifachverglasung gewählt, die aus drei separaten Scheiben und zwei mit Edelgas gefüllten Zwischenräumen besteht und im Vergleich zu den früher verwendeten Zweifachverglasungen deutlich mehr Energie einspart.

 

Konstruktion

Ebenfalls wichtig für die Wärmedämmung ist die Konstruktion des Wintergartens. So müssen bei der Realisierung eines Wohnwintergartens auf jeden Fall thermisch getrennte Profile verwendet werden, welche die kalten Außenseiten von den warmen Innenseiten trennen.

Ebenso sollte eine Bodenplatte mit durchgängiger Dämmung und Frostschürze betoniert werden. Diese gewährleistet einerseits eine ausreichende Stabilität und hält andererseits Tau-Nässe vom Untergrund des Wintergartens fern.

 

Materialien

Die am meisten verwendeten Materialien für Wintergärten sind Holz-Aluminium, Holz und Aluminium. Aus der Erfahrung heraus, hat sich die Kombination aus Holz und Aluminium am besten bewährt. Schließlich sorgt Aluminium draußen für Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit; innen schafft helles Holz ein gemütliches Ambiente im Raum. Darüber hinaus besitzt Holz eine hervorragende Wärmedämmung und ist gut für das Raumklima. Mit einem Holz-Alu-Wintergarten vereinen Sie somit die besten Eigenschaften zweier hochwertiger Materialien zu einem überzeugenden Ganzen.

Sky-Frame: Wintergarten als Wohnraumerweiterung mit Panoramafenstern

Eine besonders exklusive und luxuriöse Art der Wohnraumerweiterung ist die Umsetzung als lichtdurchflutetes Glashaus mit Panoramafenstern. So können Sky-Frame Schiebefenster bis zu 98 Prozent aus Glas bestehen und dadurch nahezu rahmenlos wirken. Darüber hinaus lassen sich die Schiebe-Elemente komplett zum Garten öffnen.

Sollten Sie keinen Wintergarten planen, möchten aber trotzdem im Wohnzimmer eine große Menge natürlichen Lichts genießen, ist bei einer Wand mit großen Fenstern eventuell auch ein Umbau und der Wechsel zu Ganzglasfenstern möglich. Als offizieller Sky-Frame Partner stehen wir Ihnen dabei gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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