Anlehnwintergarten

Definition

Ein Anlehnwintergarten ist ein Wintergarten, der direkt an das Gebäude angebaut wird und in der Regel mit einem Pultdach abschließt. Die Wahl des Materials obliegt dabei dem Hausbesitzer. So kann ein Anlehnwintergarten aus Holz-Alu, Holz oder reinem Aluminium bestehen. Als Wintergarten-Anbau kann der Wintergarten auch nachträglich ans Haus angebaut werden.

Vorteile eines Anlehnwintergartens

Einer der maßgeblichen Vorteile eines Wintergarten-Anbaus ist, dass er auch nach der Planung und dem Bau eines Hauses umgesetzt werden und weiteren Wohnraum schaffen kann. Er verändert die Statik des Hauptgebäudes nicht und gibt durch seine Verglasung die aufgenommene Sonnenwärme an die angrenzenden Wohnräume ab, so dass an sonnigen Tagen Energie gespart werden kann.

 

Arten des Anlehnwintergartens

Wie bei jedem anderen Wintergarten auch, kann der Anlehn-Wintergarten sowohl als warmer Wintergarten als auch als kalter Wintergarten realisiert werden. Wenn durch den Anbau für das ganze Jahr zusätzlicher Wohnraum gewonnen werden soll, muss die Umsetzung als beheizter Wintergarten mit guter Wärmedämmung erfolgen.

 

Warmwintergarten bzw. Wohnwintergarten

Der Wintergarten als ganzjähriger Wohnraum muss dicht gegen Schlagregen, Luft und Wind sein und mit thermisch getrennten Profilen und Wärmeschutzverglasung den vorgeschriebenen U-Werten der EnEV 2014 entsprechen. Neben der Heizung ist meist auch eine Beschattung des gläsernen Anbaus erforderlich. Ein auf diese Weise konzipierter Glasanbau ermöglicht in Sachen Nutzung vielerlei Spielraum und öffnet das Gebäude perfekt in Richtung Garten.

Ist allen baurechtlichen Vorschriften entsprochen worden, kann ein größerer, nachträglich angebauter Anlehnwintergarten unter Umständen auch gewerblichen Zwecken dienen. Ob Büro, Werkstatt oder Gastraum – Je nach Nutzung sind allerdings bestimmte Innentemperaturen vorgeschrieben, die in der Arbeitsstättenverordnung oder Gaststättenverordnung geregelt sind. Diese lassen sich durch eine automatische Wintergartensteuerung und eine effiziente Heizung aber gut ansteuern.

 

Kaltwintergarten bzw. Sommerwintergarten

Leichter von der Konstruktion zu realisieren ist ein Anbau-Wintergarten, der die Freiluftsaison verlängert und die Nutzung des Gartens an kälteren Sommertagen ermöglicht. Meist wird dieser auch zur Überwinterung frostempfindlicher Pflanzen genutzt. Häufig wird hier das Dach der Terrasse mit Wänden aus Glas aufgerüstet, so dass eine Art Pavillon entsteht, der an die Immobilie angelehnt ist. Diese sogenannte Wintergarten-Terrasse wird meist mit flexiblen Elementen aus Glas umgesetzt – beispielsweise mit Glasfaltwänden, die je nach Wetterlage eine beliebige Öffnung bzw. Schließung ermöglichen.

Aufgrund der geringeren baulichen Anforderungen und einfacheren Konstruktion wird diese Art des Wintergartens häufig als Alu-Bausatz mit Steck-Fundament realisiert. Wegen der deutlich schlechteren Qualität und verringerten Stabilität ist davon aber unbedingt abzuraten. Schließlich kann das Fundament bei einem sehr lockeren oder feuchten Boden schnell an seine Grenzen kommen. Um langfristig Kosten und Mühe zu sparen, ist es daher auf jeden Fall sinnvoll, auch bei einem angelehnten Kaltwintergarten auf einen renommierten Wintergartenfachbetrieb zurückzugreifen.

Wintergarten Holz-Alu Preise

Formen des Anlehnwintergartens

Da sich ein Anlehnwintergarten direkt an das Wohngebäude anschließt und erst nachträglich angebaut wird, sollte er so konzipiert werden, dass sich der Wintergarten harmonisch in die Gesamt-Architektur der Immobilie einfügt. So sollte der Wintergarten als Anbau möglichst viele Gebäudelinien fortführen. In Abhängigkeit von der Architektur des Hauses ist hier unter Umständen etwas gestalterisches Geschick vonnöten. Es empfiehlt sich daher, den Bau des Wintergartens nicht nur wegen der Stabilität des Fundaments in professionelle Hände zu geben.

Grundsätzlich lässt sich ein nachträglich angebauter Wintergarten in unterschiedlichen Erscheinungsformen realisieren. Welche Form die richtige ist, hängt wie bereits erwähnt, vom Wohnhaus ab und von den persönlichen Vorlieben des Besitzers. Am besten ist es, Sie vereinbaren mit Ihrem gewählten Wintergartenhersteller einen Termin vor Ort und lassen sich die einzelnen Möglichkeiten und deren Preise detailliert vorstellen. Bei renommierten Fachbetrieben wie Krenzer Wintergärten ist im Angebot zudem eine farbige 3D-Visualierung enthalten, so dass Sie sich den neuen Raum zum Wohnen bestmöglich vorstellen können. Die Visualisierung beinhaltet auch den Einbau der Fenster, Türen und eventueller Glas-Faltwände.

 

Klassischer Anbau in viereckiger Form

Die wohl meisten Anlehnwintergärten werden als Viereck realisiert. Wer ein individuelles architektonisches Highlight setzen möchte, hat allerdings weitaus mehr Möglichkeiten als die klassischen vier Ecken. So wirken viktorianische Wintergärten besonders edel in Polygon-Form oder als Über-Eck-Konstruktion.

 

Polygon-Wintergarten

Deutlich aufwändiger zu konzipieren, ist ein Polygon-Wintergarten, der durch seine auffällige Form als Eyecatcher wirkt. Der Grundriss ist meist sechs- oder mehreckig und ähnelt einem Pavillon. Aufgrund der meist nicht gerade verlaufenden Wände, ist die Gestaltung des Innenraums allerdings etwas schwieriger als bei einem viereckigen Wintergarten. Auch der Einbau des Sonnenschutzes ist unter Umständen mit einem höheren Aufwand verbunden. Dagegen sind der Einfall des Lichtes und die Speicherung der Wärme günstiger als bei einer traditionellen Umsetzung. Schließlich wird das Licht durch den relativ stumpfen Einfallswinkel auf die Seitenflächen weniger stark reflektiert. Je mehr der Grundriss einer Kreisform ähnelt, desto besser wird auch das Verhältnis von Luftvolumen zur Außenfläche, so dass der Wintergarten in den Wintermonaten die Wärme besser speichert.

 

Über-Eck-Wintergarten

Von den Preisen her ist ein Über-Eck-Wintergarten die teuerste Bauweise, da die Anforderungen an die Statik hier deutlich höher sind. Dafür bietet diese Form des Wintergartens einen Panoramablick von 270 Grad in den Garten. Je nach Ausrichtung des Wintergartens ist es außerdem möglich, von morgens bis abends die Sonne zu genießen.

Anlehnwintergarten Baugenehmigung

Ob für einen Anlehnwintergarten eine Baugenehmigung erforderlich ist, richtet sich in erster Linie nach der Nutzung des Wintergartens. Während ein Kaltwintergarten vielfach ohne Wintergarten-Baugenehmigung gebaut werden kann, erfordert ein Wohnwintergarten fast immer eine Baugenehmigung. Die Regelungen unterscheiden sich dabei von Bundesland zu Bundesland, so dass im Vorfeld des Bauvorhabens unbedingt mit dem örtlichen Bauamt gesprochen werden sollte. Außerdem bieten viele Wintergartenhersteller auch die Übernahme der Formalien mit dem zuständigen Bauamt an bzw. wissen von vornherein über die gängigsten Vorschriften Bescheid.

Tipp: Achten Sie beim Vergleich der unterschiedlichen Angebote darauf, ob der Anbieter auch die für den Wintergarten-Bau erforderlichen Formalitäten übernimmt. Sie sparen auf diese Weise einiges an Zeit und können sicher sein, dass der Bau des Wintergartens den baurechtlichen Anforderungen entspricht.

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